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Interventionsstelle

Seit 2005 wird die Beratungsstelle vom Land Hessen im Rahmen der Kommunalisierung zusätzlich als Interventionsstelle gefördert.

Interventionsstellen sind ein Teil des bestehenden Hilfesystems, zu dem u.a. Polizei, Justiz, Frauenhäuser und deren Beratungsstellen, Notrufe, psychosoziale Beratungsstellen, Jugend- und Sozialämter gehören.

Die Interventionsstellen stellen einen neuen Baustein mit einem neuen Ansatz (dem pro-aktiven Beratungsansatz) dar und erweitern damit bereits bestehende Hilfsangebote.

Wichtiger Bestandteil der Arbeit ist eine gute Kooperation mit den regionalen Institutionen. Im Main-Taunus-Kreis wurde der Arbeitskreis Gewalt in der Familie im Jahre 1999 von Frauen helfen Frauen e.V. gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle und der Polizeidirektion Main-Taunus gegründet.

siehe auch: Kooperation und Vernetzung

Pro-aktive Beratung

Mit Einverständnis der Betroffenen erfolgt eine Datenweitergabe durch die Polizei (nach einem Polizeieinsatz zu häuslicher Gewalt, nach einer polizeilichen Wegweisung oder nach Erstattung einer Anzeige).

Es erfolgt eine zeitnahe Kontaktaufnahme und persönliche Terminvereinbarung.

Inhalte der Beratung: 

  • Differenzieren der erlebten Gewaltformen
  • Gewaltschutzgesetz (zivilrechtliche Schutzanordnung, Überlassung der Wohnung, Wohnungszuweisung)
  • Erstellen eines Sicherheitsplans
  • Strafanzeige, Strafantrag, Beweissicherung (Atteste, Fotos, Zeugen), Rolle als Zeugin, Nebenklage
  • Rechtsfragen zu Trennung/Scheidung, Sorge- und Umgangsrecht
  • Möglichkeiten der finanziellen Absicherung (z.B. Unterhalt, ALG II)
  • Auswirkungen der häuslichen Gewalt auf die Kinder