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Warnsignale

STOP ©marshi / photocase.com

Häufig beginnt Gewalt nicht mit Schlägen, sondern mit Demütigungen, Beleidigungen, Kontrolle und/oder sozialer Isolation. Betroffene sind oft verunsichert und bemerken erst viel später, dass in ihrer Beziehung etwas aus den Fugen geraten ist. In der Regel gibt es Warnsignale und Hinweise, anhand derer sich erkennen lässt, dass die Machtverhältnisse in einer Partnerschaft ungleich verteilt sind:

  • Frauen fühlen sich in Anwesenheit ihres Partners öfter angespannt und sind sehr vorsichtig, da sie sich vor den Reaktionen des Partners fürchten.
  • Wenn sie ein schwieriges Thema ansprechen wollen, dauert es oft Tage oder Wochen, da sie auf einen günstigen Moment warten.
  • Wenn sie eine unterschiedliche Ansicht haben als Ihr Partner, behalten sie Ihre Meinung um des Frieden willens lieber für sich.
  • Ihrem Partner zuliebe unternehmen sie Aktivitäten, zu denen sie eigentlich keine Lust haben.
  • Sie haben den Kontakt zu bestimmten Menschen aufgegeben, weil der Partner diese nicht mochte.
  • Sie schlafen mit ihrem Partner, auch wenn sie müde oder krank sind oder eigentlich keine Lust haben.
  • Sie achten sehr auf die Bedürfnisse ihres Partners und wenig auf die eigenen Wünsche.
  • Bevor sie Verabredungen zustimmen, holen sie erst die Meinung Ihres Partners ein.

(vgl. Szeczesny-Friedmann: Du machst mich noch verrückt. Psychoterror in Beziehungen. Rowohlt, Hamburg 2000, S. 200)