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Main-Taunus: Frauen und Kinder wehren sich -Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt gibt es im Main-Taunus-Kreis inzwischen seit 15 Jahren. In dieser Zeit wurde viel erreicht.

Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 26.03.2014 von Andrea Rost:

Jede dritte Frau erfährt im Laufe des Lebens körperliche Gewalt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Weltgesundheitsorganisation in Auftrag gegeben hat. „Im Main-Taunus-Kreis haben wir schon sehr früh begonnen, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen“, sagt Kreisbeigeordnete Ingrid Hasse (Freie Wähler).

Vor 15 Jahren sei das Netzwerk gegen häusliche Gewalt gegründet worden. Kooperationspartner waren der Verein „Frauen helfen Frauen“, die Polizei und die Gleichstellungsstelle des Kreises. Heute sind unter anderen die Justiz, die Frauenbeauftragten der Kommunen, das Diakonische Werk, Lebenshilfe und Erziehungsberatungsstellen mit im Boot. Letztere spielen eine besonders wichtige Rolle. „Wenn in einer Familie Gewalt ausgeübt wird, sind die Kinder immer betroffen, sei es durch das eigene Erleben oder das Miterleben“, weiß Anita Pieper von „Frauen helfen Frauen“. Gewalt in der Familie hinterlasse stets Spuren. „Mädchen ziehen sich dann oft zurück, Jungen reagieren aggressiv.“ Gerd Gröhl von der Erziehungsberatungsstelle der Caritas in Flörsheim weiß: „Wer als Kind Gewalt miterleben muss, hat als Erwachsener ein dreifach erhöhtes Risiko, selbst zum Täter oder zum Opfer zu werden.“

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